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Filialkirche Johannes Baptist - Eitting

Hoch über der nördlichen Talböschung der kleinen Laber thront die Filialkirche Johannes Baptist auf

dem Eittinger Kirchberg. Ein  strategisch wie historisch bedeutsamer Ort, unterhalb der einstigen

keltischen Wehranlagen. Wie die Stadt auf dem Berg kündet sie die Botschaft des Glaubens weit

ins Land hinein. Die heutige Kirche ist der zweite Kirchenbau, der die frühere Jakobuskirche aus

dem 12. Jahrhundert ersetzt.

Am 2. September 1695 wurde die dreijochige barocke Kirche konsekriert. Der abgesetzte

einjochige Chorraum im Osten mündet in den vorgesetzten barocken Turm. Das Langhaus ist im

Innern durch toskanische Pilaster gegliedert. Die Westempore ruht auf zwei Säulen und birgt die

Orgel, dessen Gehäuse aus dem Jahr 1750 stammt.

Der barocke Hochaltar steht majestätisch und dominiert den Chorschluß. Die vier gewundenen

Säulen zeigen eine klare Linienführung. Die beiden Figuren zeigen den Patron der Kirche, den hl.

Johannes den Täufer mit dem Opferlamm und den hl. Ägidius.

Im Auszug des Hochaltars sehen wir Gott Vater, der das Altarblatt krönt, das die Aufnahme und

Krönung Mariens zeigt. Das Retabel des Hochaltars ist um 1700 entstanden.

Aus der Schule  oder vom Meister Hans Leinberger selbst ist die Reliefdarstellung des Todes

Mariens im Chorraum.

Im Chorbogen ist ein lebensgroßes Kruzifix zu sehen, am linken Seitenaltar eine Kopie des

Passauer Maria Hilf Bildes, das im Jahr 1801 hierher gebracht wurde und in den Folgejahren eine

Wallfahrt begründete. Auf dem rechten Seitenaltar sehen wir die Steinigung des hl. Stephanus, unter

der Altarmensa ist ein heiliges Grab. Die filigrane Kanzel zeigt die vier Evangelisten und gegenüber

eine Anna-Selbdritt Figur (Anna, Maria, Christuskind).